4 Punkte, die in der Kommunikation die Rote Karte bedeuten
Wer ins Gespräch kommen will, muss mitreden. So weit – so klar. Dieses Prinzip kennen wir aus unserem alltäglichen Umgang miteinander. Und dies gilt natürlich auch für Unternehmer, die sich und ihre Produkte und Dienstleistungen bekannt machen wollen. Das betrifft die klassische Pressearbeit genauso wie Social Media Aktivitäten oder Aufbau und Pflege persönlicher Kontakte.
Klingt also eigentlich ganz einfach. Oder was meinen Sie? Viele Unternehmer legen entsprechend auch direkt los mit ihrer Kommunikation – ohne Punkt und Komma, ohne Strategie und ohne die Wirkung der einzelnen Maßnahmen und Tools zu kennen. Dass dabei dann einiges schief gehen kann, ist logisch. Wirklich schlimm ist allerdings, dass die meisten von ihnen gar nicht ahnen, welche Chancen sie sich damit schon im Vorfeld zerstören.
Tatsächlich muss Kommunikation gut geplant und sinnvoll ausgeführt werden. Nur dann kann sie langfristig zum Erfolg führen. Doch dazu gehören Hintergrundwissen und ein passendes Konzept. Sonst sieht ein Unternehmer schneller die Rote Karte, als er vielleicht glaubt. Und die Folgen sind ganz klar: Kunden bleiben weg oder kommen gar nicht erst auf das Unternehmen zu.
4 Punkte, die Sie in jedem Fall unterlassen sollten, wenn Sie im Spiel bleiben wollen
Reden, ohne zuzuhören
Immer wieder treffe ich sie auf Veranstaltungen oder in sozialen Netzwerken: Menschen, die reden, ohne auf ihre Umgebung zu achten. Sie platzen in Gespräche und wechseln sofort das Thema. Sie reden ohne Punkt und Komma. Und sie hören den übrigen Gesprächsteilnehmern nicht zu. Solch ein Verhalten ist jedoch nicht nur unhöflich. Es zeigt auch wenig Interesse an den Mitmenschen.
Leider bekommen diese Dauerredner oft aber gar nicht mit, wie sehr sie ihre Gesprächspartner abschrecken. Selbst wenn sich nach und nach die Runde auflöst, erkennen sie dahinter selten eine Reaktion auf ihre mangelnde Gesprächskultur. Viele verübeln ihren Mitmenschen sogar noch, dass sie ihre interessanten Reden nicht zu schätzen wissen. Klar ist hier in jedem Fall, die Chance auf gute Kontakte ist dahin. Dafür eilt künftig ein zweifelhafter Ruf dem Dauerredner voraus. Logische Folge: Rote Karte.
Mit vielen Worten nichts sagen
Anders als der Dauerredner platzt diese Spezies jedoch nicht in laufende Gespräche oder übertönt lauthals seine Mitmenschen. Er stiehlt seinen Gesprächspartnern stattdessen wertvolle Zeit, ohne irgendwelche Informationen mitzuteilen. Egal, ob gezielt auf Themen angesprochen oder nicht, Menschen dieses Schlags verstehen es, langatmig um die entscheidenden Punkte herumzureden.
Wir alle kennen diese Art Gespräche zu führen aus vielen Interviews. Statt auf eine Frage einzugehen, redet der Befragte weitschweifig um das angesprochene Thema herum. Er spricht über alles mögliche, nur nicht über das, was Leser oder Zuhörer wissen wollen. Genauso geht es auch manchen Unternehmern. Sie reden und reden und am Ende sind die Kunden und Interessenten kein bissschen schlauer. Vertrauen wird sich dann nicht aufbauen – und eine langfristige Kundenbeziehung wohl auch nicht. Klarer Fall: Rote Karte.
Nur Eigenwerbung verbreiten
Wer hat sie nicht schon erlebt: Unternehmer, die auf Veranstaltungen oder in sozialen Netzwerken ausschließlich Werbung für ihre Produkte oder Dienstleistungen machen. Sinnvolle Tipps – Fehlanzeige. Beteiligung an Gesprächen – nur, wenn darin gezielt das eigene Angebot erwähnt werden kann.
Eigenwerber sehen Kommunikation im Normalfall als eine Art kostenlose Werbeplattform. Dabei entgeht ihnen, dass sie damit genau das Gegenteil des Gewünschten erreichen. Statt durch interessante Hinweise oder nützliche Gesprächsbeiträge auf sich aufmerksam zu machen, verschenken sie wertvolle Gelegenheiten zum Kontaktaufbau. Statt mit ihrer Persönlichkeit zu punkten, vergeben sie die Chancen, Empfehlungen zu erhalten. Die verständliche Folge: Rote Karte.
Im Social Media nur Wissen abgreifen
Menschen, die diesen Weg für sich gewählt haben, glänzen in sozialen Netzwerken meist durch Nicht-Kommunikation. Sie sind zwar überall dabei, tragen jedoch selbst nichts zum Austausch in Gruppen oder Foren bei. Das hält sie allerdings oft nicht davon ab, selbst Fragen zu stellen und selbstverständlich auf die Hilfe der anderen zu setzen.
Funktionieren kann solch ein Vorgehen meist aber nur zu Beginn einer Mitgliedschaft auf Social Media Plattformen. Schließlich fällt den übrigen Mitgliedern nach einer Weile auf, wer immer nur nimmt und nie gibt. So isoliert sich der Wissensabgreifer schnell selbst. Und statt Kontakte zu knüpfen, Vertrauen aufzubauen und Kunden zu gewinnen, stellt er sich dann selbst vom Platz: Rote Karte.

